Welche Fastenmethoden gibt es?

Aktualisiert: März 4

Fasten ist in aller Munde ;) Überall hören wir von den neuesten Fastentrends, vom Saftfasten, Scheinfasten, Schleimfasten – wie soll man da noch durchblicken?

Ich versuche dir mal mit diesem Beitrag einen kurzen Überblick über die wichtigsten und bekanntesten Fastenarten zu geben.

Vielleicht findest du darunter auch eine Methode, die dich anspricht und die du gern mal ausprobieren möchtest.



Ich würde die Fastenarten erst einmal in zwei Kategorien unterteilen:



Das kurzfristige, temporäre Fasten

Verzicht/Beschränkung auf bestimmte Nahrungs-mittel für einen konkreten zusammenhängenden Zeitraum. Hier ist es wichtig, sich mit sogenannten Entlastungstagen gut auf die Zeit vorzubereiten und sich auch im Anschluss mit Aufbautagen wieder langsam an das normale Essen zu gewöhnen.




Das langfristige, wiederkehrende Fasten

Wiederkehrender Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel für einen bestimmten Zeitraum. Hierbei ist wichtig, das Fasten tatsächlich auch für einen längeren Zeitraum durchzuziehen, um auch die gewünschten Erfolge zu haben.




Buchinger fasten

Dr. Otto Buchinger hat diese Fastenmethode vor über 100 Jahren für sich entdeckt und weiterentwickelt. Auch unter dem Namen Heilfasten bekannt, ist es eine Fastenart, bei der komplett auf feste Nahrung verzichtet wird und die Versorgung lediglich über Flüssigkeiten passiert. Zusätzlich dürfen täglich zwei Löffel Honig eingenommen sowie Zitronenschnitze ausgelutscht werden. Der Darmpflege kommt beim klassischen Buchinger Fasten eine besondere Rolle zu. Dies passiert im Speziellen durch das Abführen mittels Glaubersalz und regelmäßige Einläufe. Das Besondere beim Buchinger Fasten ist der Fastenstoffwechsel, siehe auch den Blog-Beitrag „Warum Fasten nach Buchinger?“. Dieser bewirkt, dass der Körper sich von Innen heraus ernährt und schon ab dem zweiten Fastentag an die Fettreserven im Körper geht. Das Buchinger Fasten wird sehr ganzheitlich betrachtet und soll nicht nur gut für deinen Körper, sondern auch für Geist und Seele sein. Der perfekte Kick-Off für einen Neuanfang.


Ziel: Reinigung des Körpers, Reset

Wer: Fastenanfänger bis Profis

Versorgung: Brühe, Saft, Tee, Wasser, Honig, Zitronensaft (max. 500kcal am Tag)

Dauer: temporär, 5-21 Tage oder länger (Profis)


Der Begriff Heilfasten bezieht sich auf Fastenkuren, die tatsächlich gesundheitliche Beschwerden und Krankheiten verbessern bzw. heilen sollen. Diese sollten nur unter ärztlicher Aufsicht oder in speziellen Kliniken stattfinden.


Basenfasten

Die Grundlage des Basenfastens beruht darauf, dass dem Säure-Basen-Haushalt des Körpers eine wichtige Bedeutung für die Erhaltung der Gesundheit zugeschrieben wird. Eine ungesunde Ernährung mit großen Mengen an Zucker, Weißmehl und tierischen Fetten kann zu einer Übersäuerung des Organismus führen und zu Energielosigkeit, Müdigkeit und Verdauungsproblemen führen. Beim Basenfasten wird durch die kalorienreduzierte Versorgung mit basischer Nahrung der Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht. Die Darmpflege spielt auch hierbei eine große Rolle. Beim Basenfasten wird weiterhin gegessen, nur eben kalorienreduziert und basisch. In den sogenannten Fastenstoffwechsel gelang man bei dieser Fastenmethode nicht. Basenfasten ist besonders geeignet für Menschen, die schon sehr schlank sind, einen eher niedrigen Blutdruck haben und körperlich zwar gesund, aber etwas labiler sind. Oder aber auch für Menschen, die sich noch nicht direkt zutrauen, komplett auf feste Nahrung zu verzichten ;)


Ziel: Säure-Basen-Balance

Wer: besonders für Fastenanfänger

Versorgung: viel Wasser und Tee, reduzierte basische Kost (max.1800kcal am Tag)

Dauer: temporär, 5-21Tage oder länger


Saftfasten

Beim Saftfasten können nach Belieben verschiedene Obst- und Gemüsesorten kombiniert werden, natürlich sind auch reine Obstsäfte oder reine Gemüsesäfte möglich. Die Säfte sollten immer langsam und schluckweise getrunken werden. Auf diese Weise wird die Verwertung der enthaltenden Vitamine und Mineralstoffe unterstützt.

Für die Saftkur verwendet man am besten frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte – je frischer, desto besser.

Saftfasten begünstigt nicht nur den Säure-Basen-Haushalt, sondern sorgt auch dafür, dass der Verdauungstrakt eine Pause bekommt, indem lediglich Flüssigkeiten zu verarbeiten sind. Die Kalorienzufuhr ist zwar auch beim Saftfasten deutlich reduziert, aber nicht ausreichend, um in den Fastenstoffwechsel zu kommen.


Ziel: Säure-Basen-Balance, Boost für das Immunsystem, Reset

Wer: besonders für Fastenanfänger

Versorgung: viel Wasser und Tee, Obst- und Gemüsesäfte (ca.5 x 300ml, je nach Saftkur-Anbieter)

Dauer: temporär, 5-14Tage


Intervallfasten

Das sogenannte Intervallfasten, auch alternierendes Fasten genannt, gilt derzeit als beliebteste Fastenmethode. Und das nicht ohne Grund, denn es ist simpel, gut für Fasten-Anfänger geeignet und es gibt unterschiedliche Varianten, die sich je nach individueller Vorliebe gut in den Alltag integrieren lassen. Beim Intervallfasten verzichtest du immer wieder für einen bestimmten Zeitraum von 16 Stunden bis zu zwei Tagen auf feste Nahrung. Dies erreichst du ganz einfach dadurch, indem du gezielt eine Mahlzeit weglässt. Am sinnvollsten natürlich die, die an deine Schlafphase angrenzt.

Wer zum Beispiel das Frühstück gerne weg lässt oder auch wer lieber früh zu Abend isst, der wird sich gut mit dem 16:8 Fasten anfreunden können.

Eine weitere Variante ist das 5:2 Fasten. Hierbei wird an zwei beliebigen Tagen pro Woche (nacheinander oder mit 2 – 3 Tagen Pause dazwischen) gefastet.


Ziel: Boost für das Immunsystem, Reset

Wer: besonders für Fastenanfänger

Versorgung: kalorienfreie Getränke wie Wasser und Tee (während der Fastenphase)

Dauer: wiederkehrend, 16 Stunden bis zu 2 Tage



Darüber hinaus gibt es viele weitere Fastenkuren wie Wasserfasten, Scheinfasten, FX. Mayr Kur, Schrothkur etc.

Ihr seht, das Thema Fasten wurde bereits von vielen Seiten erforscht und entwickelt.

Für alle Fastenarten gilt: Fasten ist keine Diät.

Beim Fasten geht es nicht ums Abnehmen, sondern vielmehr darum, dem Körper eine Pause und einen Reset zu gönnen und den ganzen Organismus wieder in ein harmonsiches Gleichgewicht zu bringen. Natürlich purzeln nebenbei auch ein paar Pfunde – aber das ist eher ein willkommener Nebeneffekt ;)

Fasten kann daher auch ein super Einstieg in eine Ernährungsumstellung sein.

Ich wünsche mir, dass jeder mindestens einmal in seinem Leben fastet und das wunderbare Erlebnis für sich entdeckt. Und ich hoffe, dass ich dir mit diesem Beitrag die Welt des Fastens ein wenig näher bringen konnte.

Ich freu mich, wenn du bald dabei bist und dir mit deinem Fastenerlebnis etwas Gutes tust ;)


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