• Nela

ANINA und ihr Fastentagebuch

Anina findet: Fasten ist „wirklich eine interessante Erfahrung...



Wir haben uns riesig gefreut, als Anina uns ihr Fastentagebuch geschickt hat! Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. :)


Sie teilt darin ihre Erfahrungen beim Fasten mit uns - ungeschönt und ehrlich. Vom Kaffee-Entzug und deren Wirkungen, über die Umsetzung in ihrem Alltag und dessen Auswirkungen, bis hin zu der Planung eines zukünftigen gesünderen Lifestyles. Los gehts :)


 


Kurz zu mir:

Ich bin jetzt 50 Jahre alt, lebe derzeit in der Nähe von Frankfurt im Taunus, arbeite für die Grünen, habe 2 Kinder (14 und 17) und zwei Hunde und bin seit über 20 Jahren verheiratet.



Ich will Fasten!

Irgendwann im Januar 2021 fasse ich den Entschluss – warum genau, weiß ich eigentlich gar nicht. Aber ich bin fest entschlossen nach vielen, vielen Jahren mal wieder eine Fastenwoche einzulegen. Ich glaube, mit Beginn der Wechseljahre, die mir in den letzten Monaten zu schaffen machen, ist es einfach gut, sich ein bisschen mehr zu pflegen und für sich zu sorgen.

Fasten ist gesund, das steht fest und es ist ganz einfach. Zusammen mit meiner Schwester entsteht dann der genaue Plan. Sie macht mit. Wir beginnen zusammen am Aschermittwoch, den 17.2.2021 und wir machen es uns einfach und bequem und bestellen die Fastebox von Fasterebell: Alles drin, alles dran und es kommt einfach per Post ins Haus.


Sobald der Plan steht, freue ich mich drauf – muss aber meine Idee erst mal der Familie erklären. Normalerweise koche ich jeden Abend für alle, besorge natürlich die Lebensmittel und kümmere mich um alles, was die Familie braucht. In meiner Fastenwoche möchte ich nicht kochen, soviel steht fest und diesen Entschluss muss ich jetzt der Familie „verkaufen“.

Mit zwei Teenagern im Homeschooling und einem Mann, der früh am Abend heimkommt, sollte das doch eigentlich kein Problem sein?!

Die Kids stimmen auch sofort zu und finden die Idee, dass sie eine Woche das Essen bestimmen, großartig.

Dass sie es auch zubereiten müssen, finden sie weniger prickelnd, aber natürlich auch nicht wirklich dramatisch.

Der Mann ist eher skeptisch, fügt sich aber grummelnd in die Unvermeidbarkeit. Ich schicke alle zusammen am Freitagabend (12.2.21) zur Metro, um Kühlschrank und Eisfach vollzupacken und das zu kaufen, was sie für die Woche brauchen und essen möchten. Soweit so gut.



Vorbereitungen

11. Februar 2021

Es geht los: auf den Rat von Fastenratgebern, Schwester und Freunden hörend, habe ich beschlossen, den Kaffee (und auch den Alkohol) bereits eine Woche vor Fastenbeginn wegzulassen. Die Berichte von Kopfschmerzen beim Kaffee-Entzug habe ich für mich eigentlich ausgeschlossen. Schon öfters habe ich tageweise keinen Kaffee getrunken und hatte damit nie Probleme.


Der erste Tag lief auch wie erwartet unproblematisch ab. Mir gings gut und ich habe nur ein paarmal morgens sehnsüchtig an einen Kaffee gedacht. Abends auf dem Sofa habe ich dann einen lichten Kopfschmerz bekommen, bin damit aber einfach ins Bett und habe gut geschlafen. Leider war der Kopfschmerz am nächsten Morgen nicht weg, sondern ganz schön heftig und noch dazu mit einer leichten Kreislaufschwäche und Übelkeit verbunden.

Mhhh… ob das wirklich vom fehlenden Kaffee kommt? Ich bin erst mal lange an der eiskalten Winterluft spazieren gegangen, hatte Mittags sogar einen kleine Kopfschmerz-Behandlung bei der Physiotherapie und bin dann am Nachmittag mit unerträglicher Migräne ins Bett gesunken. Licht aus, Tür zu, Fenster auf und nichts mehr hören und sehen.

Irgendwann bin ich dann eingeschlafen und am nächsten Morgen war er weg, der Schmerz.

Heftig! Ob das wirklich vom Kaffee kam?

Meine Periode hatte ich auch am gleichen Tag noch bekommen, vielleicht lag es ja auch daran?

Oder an beidem zusammen?

Aber letzteres hat man als Frau ja durchaus öfters und ich hatte selten mit Migräne in diesem Zusammenhang zu tun. Allerdings kann sich das ja in den Wechseljahren durchaus auch ändern.

Andererseits, wenn ich so überlege – ich habe seit mindestens 20 Jahren ohne Unterbrechung jeden Tag Kaffee getrunken. Vielleicht mal einen Tag pausiert, wenn man auf Reisen war oder krank, aber nie länger. Und der Kopfschmerz hat ja ziemlich genau erst 2. Tage begonnen. Wer weiß – auf alle Fälle, war ich ganz schön bedient.



Alles ist generalstabmäßig vorbereitet: Die Box von Fastenrebell ist rechtzeitig angekommen und schon beim Auspacken freue ich mich über das Rundum-Sorglos-Paket, das auch noch liebevoll gepackt & gut gestylt daherkommt. Die Säfte wandern direkt in den Kühlschrank, alles andere ins Regal und das Begleitheftchen lege ich mir auf den Couchtisch, um es in Ruhe am Wochenende zu studieren.



Am Freitag war ich bereits die letzten Kleinigkeiten für meine Fastenwoche einkaufen: Etwas frisches Gemüse und Obst, Naturreis und Hirse für die Entlastungstage, ein Massagehandschuh (statt Massagebürste, mag ich einfach lieber) und ein schönes Körperöl.


Montag, 15. Februar 2021

Läuft super an. Morgens vermisse ich den Kaffee nur noch mittelschrecklich, trinke einen relativ leckeren Kräutertee und spaziere mit den Hunden eine Stunde durch die kalte Winterluft.

Später am Vormittag mache ich das erste Frühstücks-Rezept der Fastenrebellen mit gerösteten Haselnüssen und Apfel. Schmeckt köstlich, könnte mehr sein – reicht aber im Prinzip.

Mittags esse ich ein Kartoffelsüppchen, das ich von letzter Woche übrig habe. Ich bin satt und müde und gönne mir einen ausführlichen Mittagschlaf mit Leberwickel.

Nachmittags mache ich mir einen Yogi-Tee mit Hafermilch und gönne mir einen Löffel Honig dazu.

Dann mache ich eine halbe Stunde Pilates und beginne einen kleinen Meditations-Kurs (10 Min) bei meinem Yoga-Portal (Yogaglo).

Ich fühle mich schlank und leicht hungrig und bin gespannt wie Tag 1 mit dem Abendessen der Familie klappt…


… Die Situation eskaliert erst mal etwas: Mein Mann kommt nach Hause, wir quatschen kurz was es so Neues gibt. Er ist wie immer hungrig und kurz vor sehr schlechter Laune (das Wort „Hangry“ habe ich in diesem Zusammenhang gelernt). Als ich nicht sofort auf die Frage welches Tiefkühlgemüse wir da haben, aufspringe und mich zuständig fühle, wird er grumpy, ich ebenfalls.

Die Kinder werden dazu zitiert und man berät, was nun gekocht werden soll. Ein genervter Vater schimpft vor sich hin, dass es nicht sein kann, dass er den ganzen Tag arbeiten geht und sich dann abends noch an den Herd stellen muss …. Eine genervte Mutter schnauzt die Kids an, dass sie versprochen haben mitzumachen und jetzt nicht den genervten Vater alles alleine machen lassen können etc pp…

Am Ende kochen die Teenager unter Anleitung des Vaters mit ihm zusammen ein Wok-Gericht, während ich mir ein bisschen Naturreis und Pfannengemüse mache. Alle sind froh, dass sie nicht mein Essen mitessen müssen :).

Und für die nächsten Tage ist bereits besprochen, was es zu essen gibt und wer wann was kocht. Geht doch!


Nach dem Abendessen nehme ich eine Tasse mit Yogi-Tee und gehe ins Bad. Mache eine kurze Bürsten-Handschuh-Massage und gehe mit einem lustigen Buch in die Badewanne und tauche eine halbe Stunde ab.


Bin leicht hungrig aber nicht unzufrieden mit dem Tag.

Normalerweise futtere ich jetzt abends auf der Couch Schokolade … Seufz!


Dienstag, 16. Februar 2021 (Entlastungstag)

Wache schon morgens um 7 mit Kopfschmerzen auf, ätzend! Ich will ja keine Schmerzmittel nehmen, befürchte aber, dass der Schädel schlimmer wird während des Tages – zumal ich leider den ganzen Tag Zoom-Konferenzen habe und zwischendrin konzentriert einiges Schreiben muss.

Beginne den Tag mit der Kräuterteemischung der Fastenrebellen und gönne mir gleich einen Löffel Honig. Das schmeckt richtig gut! Kann ohne Verdruss kaffeefrei den Tag beginnen!


Bevor ich am Schreibtisch sitze, gehe ich eine mittelkleine Gassi-Runde durch deutlich erwärmtes Wetter über matschige Felder mit den Hunden spazieren und sause noch schnell zur Drogerie, um ein paar fehlende Kleinigkeiten zu besorgen.

Danach gibt’s das Hirse-Frühstücks-Rezept der Fastenrebellen – lecker! Mit viel heißem Tee und nagenden Kopfschmerzen setze ich mich motiviert an den Rechner und lege mit der Konferenz-Session los. V

ersuche mein Schädelweh mit Minzöl zu behandeln, klappt leider nur mittelgut, im Laufe des Tages wird’s immer ärger.


Mittags gibt’s eine Kartoffelsuppe und einen heißen Yogi-Tee mit Honig (herrlich!) und ich springe 5 Minuten mit den Hunden durch den aufgeweichten aber sonnigen Garten. Leider muss ich dann direkt wieder an den Rechner. Keine Zeit für Mittagsschläfchen, Yoga oder Ähnliches. Hunger habe ich nachmittags dann auch noch ganz schön und mein Kreislauf ist ziemlich im Keller.


Abends hab ich eine Stunde Pause und koche mir 2 Kartoffeln mit 250 Quark, bin pappsatt. Kapituliere aber vor den mittlerweile hämmernden Kopfschmerzen und schmeiße eine Ibuprofen 600 ein. Selbst damit hab ich noch einen dumpfen Schmerz, wähle mich aber mit heißem Tee bewaffnet tapfer in die letzten Zoom Konferenz ein, die für mich zum Glück nach 20 Minuten beendet ist. Schaffe es grad noch zur Tagesschau und gehe dann müde und immer noch bekopfschmerzt ins Bett – mit Wärmflasche und Buch bewaffnet. Uff!


Ich hoffe, dass ich beim richtigen Fasten – das ja morgen erst mit einem Glaubersalz-Cocktail beginnt – nicht weiter so leide. Habe echt die Nase voll von Kopfschmerzen. Überlege ernsthaft beim nächsten Mal – sollte es eins geben – mit Einläufen zu arbeiten.

Ich weiß von früher, dass das echt gegen Kopfweh hilft. Fragt sich halt was unangenehmer ist….:-)


Oh – ach ja: die Familie lief essenstechnisch voll auf Autopilot. Alle waren darauf eingestellt und haben sich selbst versorgt. Und für morgen ist auch schon besprochen, dass die Kids mittags Bolognese kochen, die dann abends mit dem Vater gegessen wird (während ich mit Kopfweh auf dem Klo hocke vermutlich… )

WARUM mache ich das?? Naja, erst mal abwarten.



Das Fasten geht los!


Mittwoch, 17. Februar 2021 (1. Fastentag)

Schmerzfrei aufgewacht! Herrlich! Gleich mit guter Laune noch gemütlich eine halbe Stunde liegen geblieben und mich mental auf den Glaubersalz-Tag vorbereitet.

Zuerst gabs aber einen hießen Kräutertee mit Honig – der fehlende Kaffee war tatsächlich schon nicht mehr wirklich ein Problem. Nach dem Tee bin ich wie immer erst mal eine Hunde-Runde über die Felder spaziert, dieses Mal eine große Runde.

Es ist über Nacht unglaublich viel wärmer geworden, alles war matschig und nass. Vielleicht ist auch der Temperaturanstieg für die gestrigen Kopfschmerzen mitverantwortlich?

Nach dem Morgenspaziergang kam dann der Glaubersalz-Cocktail. Das war KEIN Spaziergang.

Habe aber zusammen mit meiner Schwester das Beste draus gemacht. Via Facetime haben wir gemeinsam einen Liter Glaubersalz in uns reingegluggert, unterbrochen von Bissen in Zitronenschnitze, um den wirklich ekligen Geschmack zu neutralisieren. Ich fand insgesamt die Trinkmenge allerdings problematischer als den Geschmack. Wir haben rumgekichert und gesagt, es hat was von Austern Essen mit Zitronen. Fehlt nur noch der Champagner oder der Weißwein dazu…

Es ging mit der abführenden Wirkung auch wirklich schlagartig schnell los. Ich hatte einen Telefontermin extra auf 10 Uhr gelegt, da es hieß, es würde ca. 2 Stunden dauern, bis der „Erfolg“ einsetzt… bei uns beiden ging es deutlich schneller! Ich hatte leichte Probleme meinen Telefontermin durchzuführen, habe es aber hinbekommen!

Der nächste Termin heute steht erst um 14:30 Uhr an, bis dahin sollte die Situation eigentlich stabil sein. Und schon etwa zwei Stunden später, war das Schlimmste vorbei und ich habe mich sogar kurz zur Drogerie gewagt, da ich noch ein basisches Badesalz besorgen wollte.


Mittags habe ich mir einen Leberwickel und einen Mittagsschlaf gegönnt und bin danach leider mit leichten Kopfschmerzen aufgewacht. War zwar zu erwarten, aber nach dem gestrigen Tag echt nicht gerade fair!

Aber glücklicherweise hat sich dieses Kopfweh relativ schnell verabschiedet und ich habe mir den Rotebeete-Apfelsaft reingezogen – obwohl ich noch nicht wirklich Hunger hatte, ich glaube mein System war immer noch unter Glaubersalz-Schockstarre!

Der Saft war dennoch sehr lecker und erfrischend (und wirklich satt macht so ein Säftchen ja auch nicht).


Die nachmittägliche Zoom-Konferenz habe ich gut überstanden, habe danach allerdings dann doch etwas Hunger bekommen. Den habe ich mit reichlich Fenchel-Kümmel-Tee bekämpft und mir dazu noch einen Löffel Honig gegönnt.

Später am Nachmittag habe ich dann die Kinder beim Kochen einer Bolognese-Sauce gecoached, hat prima geklappt. Und obwohl das ganze Haus wirklich lecker nach dem Essen geduftet hat, fand ich es nicht so problematisch nichts davon zu bekommen. So richtig Hunger hatte ich ja nicht – vermutlich aufgrund des leeren Darms. Und wenn man so ganz raus ist aus dem Essen, ist der Verzicht wirklich leichter, als wenn man eine Diät macht und dabei eigentlich ständig leichten Hunger hat.


Abends habe ich mir nach meinem Fastensüppchen, das ich mir kurz vor dem Essen der Familie reingelöffelt habe, Zeit für ein ausführliches Basenbad genommen, dabei ein spannendes Hörbuch gehört.

Danach gabs noch eine Bürstenhandschuh-Massage (die ich vor dem Bad vergessen hatte) und dann ab aufs Sofa und früh ins Bett!

Bin sehr zufrieden mit meinem ersten richtigen Fastentag. Fast Kopfschmerzfrei und ohne größere Probleme und ohne Hunger überstanden!


Donnerstag, 18. Februar 2021 (2. Fastentag)

Aufstehen, Ölziehen, Zunge reinigen, Zähne Putzen, Tee kochen, heißen Rosmarin-Tee mit einem Löffel Zitrone trinken. Der Kaffee fehlt mir gar nicht mehr!

Habe schlecht geschlafen, leichtes Magengrummen, Unruhe und bin mit leichten Kopfschmerzen aufgewacht.

Da am zweiten Tag die Entgiftung so richtig anläuft, war ich darauf auch eingestellt. Zum Glück bleibt der Kopfschmerz über den Tag moderat und lässt sich mit etwas Minzöl auf den Schläfen auch während einer mittäglichen Zoom-Sitzung lindern.

Morgens habe ich einen ausführlichen Spaziergang gemacht, das Wetter ist wärmer geworden, es ist alles quatsch nass und sumpfig, aber die Sonne scheint! Danach habe ich reichlich zu arbeiten, bin aber trotz leichter Kopfschmerzen gut drauf. Keinen Hunger, oder wenn dann nur kurz und mit einem heißen Tee gut zu bewältigen.


Abends kocht die Familie ihr Essen, ich löffle mein Fastensüppchen kurz vorher und verzieh mich dann ins Arbeitszimmer, um noch ein paar Dinge zu erledigen. Später gibt’s noch einen letzten Tee auf der Couch und dann ab ins Bett.


Freitag, 19. Februar 2021 (3. Fastentag)

Also – von Fastenhoch kann noch keine Rede sein. Ich bin zum Glück den Kopfschmerz los und Hunger habe ich auch keinen mehr. Aber ich bin sowas von schlapp. Unvorstellbar jetzt richtig Sport zu machen.

Dennoch wähle ich mich tapfer in eine Online-Yoga-Stunde meiner Schwester ein – da sie ja mitfastet, weiß ich, dass es nicht hart sondern eher entspannend wird.


Vorher hatte ich noch das morgendliche Ölziehen, Zunge reinige, Tee-Trinken erledigt und dann war ich nach zweimal die Treppen rauf und runter rennen eigentlich schon außer Puste.

Das langsame Yoga hat aber gut geklappt und mir auch gut getan. Anschließend bin ich eine halbgroße Hunderunde durch die Morgensonne spaziert. Musste aber tatsächlich bei jedem kleinen Anstieg Pausen machen, weil ich völlig erschöpft war.

Vormittags habe ich mir dann, wie im Fastenbuch empfohlen, einen halben Liter Sauerkrautsaft gegönnt. Geschmacklich eindeutig besser als Glaubersalz, in der Wirkung aber durchaus „schlagkräftig“, wann auch nicht ganz so arg, wie das Salz. Meine Vormittags-Arbeits-Session habe ich also mit einigen Unterbrechungen erledigt,

Mittags gabs den Apfel-Grünkohl-Saft (lecker) und dann noch einen Spaziergang.


Am Nachmittag hab ich mich mit Tee und einem Honiglöffel ganz gut über Wasser gehalten und mich abends durchaus auf das Süppchen gefreut. Gemeinerweise aß die Familie Lasagne und das ganze Haus hat geduftet. Später hab ich noch ein Basenbad genommen und bin müde ins Bett gefallen.


Samstag, 20. Februar 2021 (4. Fastentag)

Hatte Nachts noch etwas mit den Auswirkungen des Sauerkrautsafts zu tun. Sehr unangenehm!

Den lasse ich definitiv am 5. Fastentag weg. Ansonsten ist auch heute Früh vom Fastenhoch nichts zu spüren gewesen.

Ich hab mit Ölziehen, Zungenreinigung und einer Tasse heißen Brennesseltee mit Honig den Morgen begonnen, habe mich aber komplett schlapp gefühlt und hatte bei jeder Anstrengung Herzrasen. Bin dann morgens meine mittelgroße Hunderunde spaziert und musste wirklich bei jedem kleinen Anstieg stehen bleiben, weil ich es so anstrengend fand. Aber ich hab auf den Effekt von gestern gesetzt, dass es mir ab mittags besser geht und ich mich wieder fit fühle. Und so war es auch.

Leider war mein Vormittag mit einer Zoom-Konferenz und einiger Kommunikations-Abstimmung (trotz Wochenende) voll und ich habe meinen Mittagssaft (Apfel-Karotte oder so) am Computer getrunken. Frisch & lecker und wirklich ein kleiner Energieschub. Leider keine Zeit für eine Mittagspause gehabt.


Nachmittags haben wir eine kleine Radtour mit den E-Bikes und den Hunden gemacht. Immer noch fände ich eine sportlichere Anstrengung unvorstellbar. Ich wollte eigentlich morgen eine Runde joggen gehen, aber ich glaube, das kann ich vergessen. Wir werden sehen….


Immerhin, ich bin Kopfschmerzfrei geblieben.


Sonntag, 21. Februar 2021 (5.Fastentag)

Letzter Fastentag! Ich komme deutlich besser in Schwung und denke morgens gar nicht mehr an Kaffee.

Den Spaziergang am Morgen finde ich allerdings immer noch mega anstrengend. Heute ist ein sonniger Sonntag mit fast 20 Grad!

Ich beschäftige mich quasi den ganzen Tag mit der Essensplanung für nächste Woche. Wie ich mich aufs Essen freue!

Die Familie ist auch ganz happy, dass sie ab morgen nicht mehr alles allein kochen müssen, fanden ihre Woche aber super lecker und haben nach Herzenslust, Pizza, Lasagne, Schnitzel und Nudeln gefuttert.

Ab morgen gibt’s wieder Gemüse :).

Habe Mittags einen schönen Mittagschlaf mit Leberwickel gemacht, bin nachmittags lange spazieren gegangen und habe alle sportlichen Ambitionen für diese Woche einfach abgeschrieben. Letzte Brühe am Abend, noch eine Thermoskanne Käutertee und dann ab ins Bett!




 

Aninas Fazit

War wirklich eine interessante Erfahrung, die im Nachgang zwar mühsam und kräftezehrend war, aber auch einige Prozesse in Gang gebracht hat.

Ich möchte mehr das essen und kochen, was ich mag und was gesund ist und nicht mehr den Familienmampf mit hohem Fleischanteil.


Mein Essensplan für diese erste Woche hat prompt einen größeren Ehekrach ausgelöst, weil mein Mann sich seines Fleisches beraubt fühlt. Aber da er Bluthochdruck und Übergewicht hat, gibt’s eigentlich kein Vertun, dass eine gesündere, vorwiegend vegetarische Ernährung für ihn besser ist.

Ich hab ihm am Ende gesagt, er kann ja woanders Essen oder selbst kochen, wenn es ihm nicht passt.

Die Kinder haben versprechen müssen, dass sie alles probieren und wenn es ihnen wirklich nicht schmeckt, gibt’s halt ne Stulle.


Also – ich bin gespannt, als wie nachhaltig sich die Auswirklungen erweisen.

Bisher habe ich selbst jedenfalls nur wenig und vor allem Gemüse gegessen und war das erste mal wieder joggen, bin aber extrem schnell ermüdet und musste eingentlich einen Großteil der Strecke gehen.

Ich hoffe, in dieser Hinsicht wird es bald wieder etwas sportlicher.


Insgesamt muss ich sagen, war es zwar tageweise etwas mühsam, vor allem durch die extremen Kopfschmerzen beim Kaffee-Entzug, aber ich glaube einmal pro Jahr machbar.

Wenn möglich würde ich versuchen räumlich woanders zu sein als in einem Haus voller kochender und essender Familienmitglieder und es wäre wunderbar nicht zu arbeiten.

Andererseits war das Homeoffice natürlich hierfür nahezu ideal!.


Over & Out für dieses Jahr (Februar 2021)


Danke Anina!


Starte jetzt in einen gesünderen Lifestyle!

 

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